Für eine gute Sache!

1.000 Kilometer, 20.000 Höhemeter. Allein und ohne Geld. Extremwanderer Christian Seebauer wollte es wissen und hat auf dem Israel National Trail einen der härtesten und extremsten Fernwanderwege der Welt durchwandert.

Angewiesen auf die Hilfe völlig fremder Menschen hat Christian sich aufgemacht auf eine unglaublich Reise. Seine Frau Constanze schenkte ihm für seinen Lebenstraum ein Onewayticket. Der Ausgang: Ungewiss. Weil Christian nicht nur um Brot und Wasser betteln wollte, sondern sich auf seiner Extremwanderung für soziale Projekte (Malen mit Kindern zur Finanzierung von Kindergärten etc.) einsetzte, ist X-Data fortan gerne mit dabei!

Eine echte Alternative zum Jakobsweg: Der Israel National Trail

Christian schreibt:

„Israel muss man mit dem Herzen entdecken! Am besten, man liest erst gar nicht die tägliche Presse, sondern setzt sich in den Flieger und los geht’s!

Zugegeben, ich selbst hatte das erste Mal bedenken, als ich im Flieger saß. Denn hier wurde mir schlagartig klar: Es gibt nun kein zurück mehr. Du möchtest den Israel National Trail laufen. Ganz allein und ganz ohne Geld. Doch mein Sitznachbar – ein Israeli – fand mein Vorhaben keineswegs verrückt. Lediglich dass mir meine Frau Constanze nur ein Hinflugticket geschenkt hatte, fand er etwas schräg. „Du kennst die Frauen nicht…“, meinte er lachend. Dann wurde er schnell wieder ernst: „Wenn es in irgendeinem Land auf dieser Welt funktioniert, dass du deinen Weg gehen kannst und dass jeder dir dabei helfen wird, dann ist das Israel! Du wirst sehen: Jeder hier wird dir helfen.“

Der Israel National Trail – bzw. „Shvil Israel“ – wie Einheimische ihren Weg liebevoll nennen, gehört zu den schönsten, aber auch zu den härtesten Fernwanderwegen der Welt. 1.014 Kilometer, 20.120 Höhenmeter Gesamtanstieg. Die breite Spanne zwischen herrlich grünen Wanderwegen im Norden, idyllischen Strandpfaden am Mittelmeer und atemberaubend schönen Wüstentrails im Negev gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Doch was würden Israelis sagen, wenn ausgerechnet ein Deutscher „ihren“ Wege gehen würde und dabei um Brot und Wasser betteln würde? Das jedenfalls war seit vielen Jahren mein tiefster innerer Wunsch. Nicht, weil es mir zu Hause nicht gut gehen würde. Sondern einfach deshalb, weil ich endlich in meinem Leben einmal erfahren wollte, wie sich „echte“ Gefühle anfühlen würden. Dass es mir bis zum letzten Tag für ein Stück geschenktes Brot immer wieder Tränen in meine Augen trieb, konnte ich mir so niemals in meinm Leben vorstellen. Vor Glück weinen? Vom ersten Tag an stieß ich in Israel auf eine unglaubliche Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Völlig fremde Menschen fragten mich einfach so, ob ich etwas Wasser haben möchte oder Hilfe brauche. Andere haben mir Pitabrot geschenkt, hin- und wieder sogar mit Humus. Das hat mich jedes mal total überwältigt! Denn als Bettler hast Du nichts mehr, außer Deinem Lächeln und einem sehr sehr dankbaren Toda! Sonst bleibt nichts mehr übrig von einem. Da ist keine Schutzhülle mehr da. Du stehst quasi völlig nackt und hilflos vor den Menschen. Wenn dich dann ein Israeli einfach spontan in der Arm nimmt, dir auf die Schulter klopft und dir sagt, dass du einfach weitergehen musst, weil er an dich glaubt… wow!

Christian Seebauer life on air

Ehrlich gesagt hatte ich gar keine Chance, aufzugeben. Nach 50 Tagen erreichte ich schließlich Eilat. Und wieder hatte ich Angst, anzukommen. Dieses Mal wäre ich am liebsten zurück gelaufen, um all die lieben Menschen, die mir so sehr geholfen hatten noch einmal zu treffen. Um ihnen noch einmal Danke zu sagen. Denn: Der Israel Trail war nicht meine Leistung, es war die die Leistung all der vielen lieben Seelen in Israel, die mir tagtäglich geholfen haben, weiterzumachen.

Extreme Bedingungen herrschen am HaMakthesh HaKatan Krater in der Wüste Negev. Wem hier das Wasser (bis zu 12 Liter am Tag) ausgeht, überlebt nicht.

Dass ich mitten in der Wüste Negev mit Kindern für einen guten Zweck malen durfte und nun wenigstens ein bisschen was zurückgeben kann, erfüllt mich mit Glück.

X-Data danke ich von ganzem Herzen! Visionen erfüllen sich nur, wenn jemand ganz fest an Dich glaubt. Denn nur dann kannst Du damit beginnen, Deinen eignen Weg zu gehen!

Auch Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser wünsche ich im Leben alles alles Gute auf Ihrem ganz eigenen Weg!

Ihr Christian“

In Israel einen Baum pflanzen/ Spende einen Baum/ JNF-KKL

Christian hat die wunderbaren Erfahrungen in seinem Buch verarbeitet:

http://www.israel-trail.com/israeltrailbuch/

Mehr dazu unter www.israel-trail.com